Rückenwind für Vielfalt: AdiNet Südhessen erhält Förderung für 2026/2027
Beim CSD Bergstraße in Bensheim gab es für uns einen besonderen Grund zur Freude: Staatssekretärin Katrin Hechler hat dem Fabian Salars Erbe – für Toleranz und Zivilcourage e. V. (FSE) als Trägerverein des AdiNet Südhessen einen Förderbescheid über rund 100.000 Euro für den Förderzeitraum April 2026 bis Ende März 2027 übergeben.
Für uns ist diese Förderung weit mehr als eine finanzielle Unterstützung. Sie ermöglicht es uns, unsere Arbeit fortzusetzen, neue Formate zu entwickeln und Menschen und Organisationen in Südhessen noch stärker miteinander zu vernetzen.
Gemeinsam für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft
Seit 2019 bringt AdiNet Südhessen Menschen, Initiativen, Vereine, Institutionen und Organisationen zusammen, die sich für Vielfalt und gegen Diskriminierung engagieren. Gerade in einer Region, die sowohl urbane Zentren als auch ländlich geprägte Räume umfasst, ist Vernetzung ein wichtiger Schlüssel: Nicht überall gibt es die gleichen Strukturen, Ansprechpartner*innen oder Möglichkeiten zum Austausch.
Deshalb wollen wir Räume schaffen, in denen Wissen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsame Ideen entwickelt werden können. Dazu gehören regelmäßige Vernetzungstreffen, digitale Austauschformate, unser Newsletter und Veranstaltungen ebenso wie niedrigschwellige Angebote wie unsere FLINTA*-Brunches und offenen Treffs.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer aktuellen Förderperiode liegt außerdem auf dem Thema Diskriminierung im Arbeitsleben. Wir möchten Arbeitgeber*innen, Beschäftigte, Beratungsstellen und weitere Akteur*innen miteinander ins Gespräch bringen und gemeinsam daran arbeiten, Arbeitswelten diskriminierungssensibler und vielfältiger zu gestalten.
Der CSD Bergstraße: Vielfalt gelingt gemeinsam
Wie wichtig starke lokale Netzwerke sind, hat auch der diesjährige CSD Bergstraße in Bensheim eindrucksvoll gezeigt. Der CSD war ein großer Erfolg und hat deutlich gemacht, wie viel möglich wird, wenn Menschen und Organisationen ihre Kräfte bündeln.
Ein ganz besonderer Dank gilt deshalb den Organisator*innen des CSD Bergstraße und allen Menschen, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dazu beigetragen haben, dass dieser Tag zu einem so wichtigen und sichtbaren Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und Solidarität in der Region werden konnte. Ohne dieses Engagement, die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden und die zahlreichen Unterstützer*innen wäre der CSD in dieser Form nicht möglich gewesen.
Für uns als AdiNet Südhessen ist genau diese Zusammenarbeit ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Denn erfolgreiche Antidiskriminierungsarbeit entsteht nicht im Alleingang. Sie lebt von Kooperation, gegenseitiger Unterstützung und davon, dass lokale Akteur*innen ihre jeweiligen Erfahrungen, Kompetenzen und Möglichkeiten einbringen.
Besonders wichtig sind dabei auch Kooperationen mit etablierten Strukturen vor Ort – beispielsweise mit dem Caritasverband Darmstadt und der Stadt Bensheim sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen rund um den CSD Bergstraße. Wenn kommunale Strukturen, Wohlfahrtsverbände, Vereine, Initiativen und engagierte Einzelpersonen zusammenarbeiten, entstehen nachhaltige Netzwerke, die über einzelne Veranstaltungen hinaus Wirkung entfalten können. Gemeinsames Mitwirken ist immer erwünscht.
Der CSD Bergstraße hat gezeigt: Vielfalt ist dann besonders sichtbar und stark, wenn sie gemeinsam getragen wird.
Sichtbarkeit schaffen – gerade im ländlichen Raum
Antidiskriminierungsarbeit braucht Sichtbarkeit. Sie braucht Orte, an denen Menschen zusammenkommen können, und Netzwerke, die auch dann tragen, wenn einzelne Strukturen fehlen.
Gerade im ländlichen Raum ist es deshalb wichtig, nicht nur über Vielfalt zu sprechen, sondern konkrete Möglichkeiten für Austausch, Unterstützung und gemeinsames Engagement zu schaffen.
Die Anerkennung unserer Arbeit durch die Förderung des Landes Hessen ist für uns ein wichtiges Signal: Engagement für Vielfalt, Menschenrechte und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ist notwendig und wird gesehen.
Wir freuen uns über diesen Rückenwind und nehmen ihn als Ansporn, unsere Netzwerkarbeit weiter auszubauen, neue Kooperationen einzugehen und gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen in Südhessen Räume für Vielfalt und Solidarität zu schaffen.
Denn eine diskriminierungsfreie Gesellschaft entsteht nicht von allein. Sie entsteht dort, wo Menschen sich vernetzen, Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen.
Wir sagen Danke für die Unterstützung – und vor allem Danke an alle Menschen und Organisationen in Südhessen, die sich tagtäglich für eine vielfältige und solidarische Gesellschaft einsetzen.
Auf dem Bild: Mahschid Schober ( Projektmanagement AdiNet Südhessen), Frau Staatssekretärin Katrin Hechler (Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend, Soziales), Salome Saremi-Strogusch (Vorständlerin Fabian Salars Erbe e.V.), Sabrina Anna Wack (Projektkoordination und Leitung AdiNet Südhessen), auf dem Bild fehlt: Eva Neubert, Projektmanagement AdiNet Südhessen)




